Werder II schlägt Altenwalde III

SV Werder Bremen II – TSV Altenwalde III 28:23 (14:12) · 27. September 2026 · Regionsklasse Männer Nord

Die Zweite beim ersten Heimspiel der Saison.

Zwei Auswärtsspiele, zwei Niederlagen – und bei beiden das Gefühl, dass das eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Für unser erstes Heimspiel gegen den TSV Altenwalde III war die Aufgabe also ziemlich klar: endlich die ersten Punkte holen. Die Klaus-Dieter-Fischer-Halle hatte sich dafür sogar frisch herausgeputzt. Der neue Boden war noch ungewohnt, aber auf ihm ließ sich am Ende vorzüglich gewinnen.

Auch akustisch gab es ein Upgrade. In der ersten Halbzeit begleiteten uns Hallensprecher und Musik. Ob das schon ein Testlauf für die Damen-Bundesliga war? Wir wissen es nicht. Für uns fühlte es sich jedenfalls für einen Moment nach einer etwas größeren Bühne an – und wir legten entsprechend los.

Vom Traumstart zur knappen Pause

Marinus Pfaff traf zweimal, Lenz Albrecht legte nach: Nach nicht einmal vier Minuten stand es 3:0. Wir blieben zunächst vorne und bauten die Führung über 7:4 und 11:5 bis zum 14:7 in der 26. Minute aus. Das sah verdächtig nach einem entspannten Handballabend aus. Ein gefährlicher Gedanke, wie sich sofort zeigte.

Altenwalde traf fünfmal in Folge, während uns vor der Pause kein weiteres Tor mehr gelang. Auch ein Siebenmeter fand nicht den Weg ins Netz. Aus sieben Toren Vorsprung waren beim Seitenwechsel gerade noch zwei geworden: 14:12. Der Hallensprecher konnte uns nicht in die Kabine retten; das mussten wir schon selbst tun.

Arbeit vor dem eigenen Tor: Der komfortable Vorsprung war zur Pause fast aufgebraucht.

Altenwalde bleibt dran – Werder setzt sich ab

Kurz nach Wiederbeginn verkürzten die Gäste sogar auf 14:13. Danach fanden wir wieder Antworten, aber zunächst keine endgültige Ruhe: Über 19:16 und 21:18 kam Altenwalde in der 48. Minute noch einmal auf 21:20 heran. Helge Hommers und Hauke Wachtmann sorgten dann für das 23:20; zwei Treffer von Lenz Albrecht erhöhten auf 25:20. Diesen Vorsprung brachten wir ins Ziel. Hauke erzielte auch unsere letzten beiden Tore zum 28:22, ehe Altenwalde zum 28:23-Endstand traf.

Eine Szene hätte allerdings eine eigene Wiederholung verdient: Lenz spielte Hauke einen genialen Ball für einen Kempa zu. Es blieb beim Beinahe-Kempa – aber allein die Idee und das Zuspiel waren den Versuch wert.

Auch Sönke Kuntze hatte einen besonderen Auftritt: Seine Zwei-Minuten-Strafe haben wir in der Halle wahrgenommen, im vorliegenden Spielbericht taucht sie allerdings nicht auf. Sönkes Treffer zum 9:5 in der ersten Hälfte steht dort immerhin schwarz auf weiß.

Zwei Torhüter, fast dieselbe Bilanz

Joscha Eilers und ich teilten uns die Spielzeit exakt: jeweils 30 Minuten im Tor. Joscha kassierte zwölf Treffer, ich elf. Ausgeglichener kann eine Torwartbilanz kaum sein. Besonders stark: Joscha parierte zwei Siebenmeter.

Vorne verteilten sich die Treffer auf viele Schultern. Lenz Albrecht und Hauke Wachtmann waren mit jeweils sechs Toren unsere erfolgreichsten Werfer, Helge Hommers steuerte fünf bei. Uwe Hasselberg und Marinus Pfaff trafen jeweils dreimal, Ben Bornhorst zweimal. Romain Lux, Thorsten Rolfs und Sönke Kuntze waren je einmal erfolgreich.


Am Ende stand ein verdienter 28:23-Heimsieg, der zwischenzeitlich deutlich unnötiger spannend wurde, als uns lieb sein konnte. Neuer Boden, Musik, Hallensprecher und endlich zwei Punkte: So darf sich ein Heimspiel anfühlen. Beim nächsten Mal behalten wir den Sieben-Tore-Vorsprung vielleicht einfach etwas länger.

Neuer Boden, neue Stimmung, erste Punkte:
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