Es sollte ein großer Handball Samstag für mich werden. Das Motto war „Drei Spiele – drei Siege“.
Gemeint waren damit die Regionsliga-Begegnung des ATSV Habenhausen II in der D-Jugend, unser Punktspiel auswärts gegen TS Woltmershausen II und natürlich das EM-Hauptrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen.
Im Verlaufe des Abends, also so gegen 21:15 Uhr dachte ich drüber nach, das Motto in „Drei Spiele – drei Niederlagen“ ändern zu müssen, aber die Nationalmannschaft hat mich nicht im Stich gelassen und das Spiel gegen Norwegen sicher gewonnen, nachdem neben meinem Idol Andreas Wolff auch noch Marko Grgić zur Höchstform auflief.
Die Mannschaft meines Sohnes hätte mindestens genau so sicher gewinnen müssen wie mein Team.
Nominell und spielerisch stärker hat man einfach mal versucht, ohne Abwehr zu spielen und sich dafür vorne ein paar mehr Fehlwürfe zu leisten.
Spielbericht
Wir waren motiviert und nach dem letzten Spiel, in dem wir ja einen starken Gegner ausschalten konnten, sicherlich favorisiert.
Trotzdem fing das Spiel schleppend an und nach 17 Minuten stand es erst 10:10.
Vorne eine schlechte Ausbeute und hinten zu viele freie Würfe aus dem Rückraum oder den Außenpositionen.
Wir wechselten auf der Torwartposition und verschärften unsere Abwehrbemühungen und konnten so die 1.Halbzeit dann mit mehr Tempo und verlorenen Bällen des Gegners für uns entscheiden.
Halbzeitstand: 14:17 für uns.
Die Halbzeitansprache in der Kabine hätte ich mir persönlich ein wenig positiver gewünscht, aber so richtig viel Positives – außer dem Stand – hätte es nicht zu berichten gegeben. Na ja, vielleicht, dass die Abwehr in den letzten 10 Minuten deutlich effektiver war.
2.Halbzeit
10 Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit stand es 19:19 und unser Rückraum Links Spieler Marinus bekam die rote Karte (ohne Bericht), weil er bei einem Tempogegenstoß zwar auf den ballführenden Spieler lief, aber beim Versuch, sich von ihm zu entfernen, wohl mit dem Fuß bei ihm hängenblieb.
Klare Sache: Rot und 7m.
Überhaupt gab es in diesem Spiel eine Menge 7m. 3 für uns, 8 für den Gegner. Wir machten daraus 1 Tor, der Gegner 7. Alleine dieser Unterschied hätte schon genügt das Spiel zu drehen.
Aber es waren nicht alleine die vergebenen 7m Chancen, sondern auch viele Chancen vorne, die wir vergaben.
Unser Keeper hielt zwar eine Menge Bälle, aber am Ende in Summe nicht genug.
Und so drehten die Gegner nach unserer zweiten Auszeit in der 46.Minute das Spiel und gingen erstmals mit drei Toren in Führung: 23:20.
Und diese Führung gaben sie bis zum Ende nicht mehr auf.
