Werder dreht’s nach der Pause: 31:28 trotz Halbzeitrückstand
Diesmal ohne mich im Tor – nicht wegen Zipperlein, nicht wegen Bankplatz: Ich war schlicht mit meinem Sohn auf Kreuzfahrt. Während wir also eher Wellen als Würfe gesehen haben, hat hinten Joscha Eilers übernommen – und das so, dass am Ende ein wichtiger 31:28-Heimsieg auf der Anzeigetafel stand.

Erste Halbzeit: viel Tempo, wenig Ruhe – und wir rennen hinterher
Der Start war typisch „Regionsklasse-Drama“: schnell, körperlich, mal schön, mal wild. Wir gehen zwischendurch auf 6:4 weg, lassen die Gäste aber wieder rein – bei 10:10 ist alles offen.
Was uns in der Phase echt weh tut: Moin Wesermarsch lebt von Siebenmetern – deren Nicolas Gieler verwandelt am Ende 7/7. Das ist schon ’ne Ansage und heißt im Umkehrschluss: In der Abwehr waren wir ein bisschen zu gierig und zu oft einen Schritt zu spät.
Zur Pause liegen wir dann 13:15 hinten.
Zweite Halbzeit: erst Ausgleich, dann der grün-weiße Punch
Nach dem Seitenwechsel wird’s endlich griffiger: Wir stellen auf 15:15, bleiben dran und gleichen später sogar zum 21:21 aus.
Und dann kommt die stärkste Phase des Spiels: Innerhalb weniger Minuten ziehen wir von 21:21 auf 26:22 weg – da war Tempo drin, da war Druck drin, da war Werder drin.
Auch der gegnerische Versuch, unsere Halbspieler Mann zu nehmen, hat uns nicht beunruhigt oder unser Spiel nachhaltig gestört. Statt dessen entstanden nicht übersehbare Lücken, die wir nutzten.
Am Ende steht ein 31:28-Heimsieg – und der fühlt sich nach der Halbzeitlage doppelt gut an.
Wer hat’s vorne geregelt?
Offensiv waren wir angenehm verteilt unterwegs (wenn auch etwas rechtslastig):
- Romain Lux: 8 Tore (inkl. 7m)
- Helge Hommers: 6 Tore
- Marinus Pfaff: 5 Tore
- Lenz Albrecht: 5 Tore
- Thorsten Rolfs: 4 Tore (4/5 7m)
Extra erwähnen möchte ich das erfolgreiche Comeback mit entscheidendem Tor unseres Spielmachers Frank Supper. 💪
Mein (leicht kritischer) Take
Geiler Sieg – aber 7 Siebenmeter gegen uns sind zu viel, wenn man nicht jedes Wochenende ein Spiel als Nerventraining buchen will. Wenn wir da einen Tick sauberer verteidigen, müssen wir uns den Schluss nicht mehr selbst kompliziert machen.
